Panama

Übersicht
![]()
Geschichte und Politik
![]()
Bevölkerung und Kultur
![]()
Geographie
![]()
Sehenswürdigkeiten
![]()
weitere Informationen
![]()
Links
![]()
Reisen zum Thema Panama
Panama wurde im Jahr 1502 von Spanien kolonialisiert.
Mit der Erschließung zahlreicher Silberminen in Südamerika, besonders in Peru, gewann Panama an großer Bedeutung als Umschlagplatz für Silbertransporte nach Europa. Aus dieser Zeit stammen auch die ersten Überlegungen, das an seiner schmalsten Stelle nur ca. 60 Kilometer breite Panama mit einem Kanal zu durchschneiden, um der Schifffahrt die Passage von der Karibik zum Pazifik zu ermöglichen.
Die Herrschaft des spanischen Kolonialreiches dauerte noch bis zum Jahre 1711, bevor Panama 1821 in das neuen Vizekönigreich von Neugranada (Großkolumbien) eingegliedert wurde.
Durch einen Vertrag mit den USA konnte Panama sich im Jahr 1903 von Kolumbien abspalten und wurde schliesslich selbstständig. Als Gegenleistung musste Panama den USA die Kontrolle über die Zufahrten zum 1914 fertiggestellten Panama-Kanal gewähren. Damit behielten die USA ihren massiven Einfluss und die militärische Gewalt über Panama.
Erst 1977 gelang es dem panamaischen Nationalist Omar Torrijos Verträge mit US-Präsident Jimmy Carter abzuschliessen, die eine schrittweise Übergabe der Kontrolle über den Kanal an Panama bis zum Jahr 2000 festhalten.
Nach dem Tod Torrijos 1981 übernahm Manuel Antonio Noriega, Oberbefehlshaber der Nationalgarde, die Regierung über Panama. Von ihm manipulierte Wahlergebnisse, Drogen- und Waffengeschäfte waren 1989 der Auslöser für eine Invasion US-amerikanischer GIs. Noriega wurde festgenommen und sitzt seitdem in US-amerikanischen Gefängnissen.
Seitdem hat sich in Panama, zunächst unter dem Regime der US-Amerikaner, eine Demokratie entwickelt, die im Jahr 1994 zu den ersten freien Wahlen führte.
Panama wurde von 1999 - 2004 erstmalig von einer Frau, Mireya Elisa Moscoso Rodriguez, regiert. In ihrer Amtszeit hat Panama die hart umkämpfte, eigenständige und alleinige Verwaltung für den Kanal und seine Zufahrten von den USA zugestanden bekommen.
Am 2. Mai 2004 ist schliesslich Martín Torrijos Espino zu ihrem Nachfolger gewählt worden und heutiger Präsident von Panama.
Zum Gedenken an die Abspaltung von Kolumbien im Jahr 1903 begeht Panama am 3. November seinen Nationalfeiertag.
[![]()
![]()
]
Die knapp 3 Millionen Menschen zählende Bevölkerung Panamas setzt sich aus unterschiedlichen Gruppierungen zusammen.
Durch die bewegte Geschichte und den massiven Einfluss durch das Ausland erklärt sich die bunte Zusammensetzung der Bevölkerung: Schwarze und Mulatten (ca. 20%), Indigene (ca. 8%), Weiße und Mestizen (ca. 70%), sowie einige Asiaten, nennen Panama heute ihr zuhause.
Der indigene Bevölkerungsanteil hat seine kulturelle Identität weitestgehend erhalten können und besteht aus sieben Völkern, die ihre eigenen Traditionen und Sprachen pflegen. Die beiden größten und bekanntesten Gruppierungen sind die Ngobe-Buglé und die Kuna, die teilweise in Reservaten leben und einzelne Wirtschaftszweige, überwiegend die Handels- und Tourismusbranche, entscheidend mitprägen. Ihre kunsthandwerklichen Artikel sind über die amerikanischen Grenzen hinaus bekannt und begehrt.
Ca. 85% der Gesamt-Bevölkerung Panamas sind katholischen Glaubens, daneben existieren andere christliche Religionsanhänger, wie z.B. Protestanten oder Mormonen, aber auch Juden, Moslems, Hinduisten, Buddhisten und diverse indianische Glaubensrichtungen sind in eher geringen Anteilen vertreten.
Frauen besetzen in Panama sehr unterschiedliche Positionen. Erst 1946 ist allen Frauen das Wahlrecht zugesprochen worden.
Von der viel beschäftigten und alleinstehenden Geschäftsfrau mit Hauspersonal bis zur 8-fachen Mutter und Arbeiterin auf der Kokosplantage reicht das Spektrum der verschiedensten Frauenrollen.
Auch bei den indigenen Bevölkerungsgruppen weichen die Stellungen der Frauen stark voneinander ab: bei den Ngobe-Buglé ist es den Männern möglich, mehrere Frauen zu heiraten, sofern sie sie ernähren können. Die Männer sind im wesentlichen für die Versorgung der Familie zuständig, während sich die Frauen um den Haushalt und die Kinder kümmern. Besser sieht die Stellung der Frau bei den Kuna aus, deren weibliche Nachkommen mit zahlreichen Zeremonien gefeiert werden und die im Erwachsenenalter erheblich zum Familieneinkommen beitragen. Die Kuna-Männer hingegen werden erst mit der Heirat zu vollständigen Gemeinschafts-Mitgliedern.
Ein soziales Gefälle zwischen reich und arm ist in Panama sehr deutlich vorhanden. Bedingt durch die seit den 70er Jahren gewachsenen internationalen Handelszentren und Bankgebäude entlang des Kanals konzentriert sich der Reichtum überwiegend in eben diesem Gebiet. Dagegen leben heute ca. zwei Fünftel der Gesamtbevölkerung Panamas in Armut, wo die teils bergige Gegend eher landwirtschaftlich geprägt ist - weitab von der finanzstarken Kanal-Region.
Der Prozentsatz Menschen, die einer regulär bezahlten Arbeit nachgehen, liegt in Panama bei ca. 30% der Gesamtbevölkerung. Wer nicht dazu zählt, lebt von Selbstversorgung, Schwarzarbeit oder ist arbeitslos.
[![]()
![]()
]
Panama stellt eine s-förmige Landbrücke dar, die Amerikas Norden mit dem Süden verbindet und gleichzeitig den schmalsten Landsteg in ganz Mittelamerika bildet. An seiner schmalsten Stelle ist Panama weniger als 60 km breit, 770 km Länge beträgt die maximale Ost-West-Erstreckung.
Im Nord-Westen grenzt Panama an Costa Rica, im Süd-Osten an Kolumbien. Einer Gesamtlänge der Landesgrenzen von 555 km stehen 2500 km Küstenlänge gegenüber, was die langgezogene Form des Landes verdeutlicht.
630 Inseln liegen in der karibischen See vor Panama, der pazifischen Küste sind 116 kleinere und meist unbewohnte Inseln vorgelagert. Die größten Inseln sind der Archipelago de Bocas del Toro auf der karibischen Seite in der Grenznähe zu Costa Rica, der Archipelago de las Perlas und die Isla de Coiba auf der dem Pazifik zugewandten Seite.
Von den 882 km für die Schifffahrt geeigneter Binnengewässer entfallen allein auf den Kanal 82 km.
Panamas genaue geographische Lage beträgt 77-83° westlicher Länge und 7-10° nördlicher Breite.
Die Gesamtfläche von ca. 75.500 km² unterteilt sich in neun Provinzen: Bocas del Toro, Chiriqui, Cocle, Colon, Darien, Herrera, Los Santos, Panama und Veraguas.
Der Westen Panamas ist von einer vulkanischen Gebirgskette geprägt, die an die Cordillera de Talamance in Costa Rica anschließt. Der Vulkan Barú, früher Chiriquí genannt, ist mit seinen 3477 m der höchste Berg Panamas und befindet sich in diesem Gebirge, in der Provinz Chiriquí. Hinter den Ausläufern des Gebirgszugs, in der tiefsten Region des Landes, liegt der Panama-Kanal, bevor sich im Osten die eher niedrigen, nicht über 500 m hohen, Cordillera de San Blas erheben.
Landschaftlich hat Panama verschiedenes zu bieten:
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
|||
neben Steppenlandschaften und trockenen Grasländern in den Ebenen der Küstenregionen existieren auch Mangrovenwälder und im Süden tropischer Regenwald, der allerdings von Abrodung bedroht ist.
Vor allem in den Küstenebenen ist die Landwirtschaft angesiedelt. Sie spielt in Panama eine eher untergeordnete Rolle - weniger als 10% der Landfläche Panamas werden landwirtschaftlich genutzt. Für den Export werden Bananen, Kaffee, Mais, Meeresfrüchte, Reis und Zuckerrohr überall dort erwirtschaftet, wo es agrartechnisch möglich ist und die Transportwege zu den Handelszentren erreichbar sind.
Zahlreiche Großplantagen, überwiegend ausländischer Exportunternehmen, werden in den Küstengebieten betrieben. Auch Produkte der Erdölraffinerie dienen in Panama als Exportgüter, Bodenschätze und Produkte der Fertigungsindustrie sind überwiegend für den einheimischen Markt bestimmt.
Panamas Klima zeichnet sich über das Jahr gesehen durch relativ gleichbleibend hohe Temperaturen um die 27° C aus. Die Mengen an Niederschlägen, die vor allem von Mai bis Dezember auf Panama niedergehen, sind um ein vielfaches größer, als es z.B. in Deutschland der Fall ist. Gleichbleibend hohe Temperaturen und ebenfalls große Niederschlagsmengen rücken Panama in die Klimazonen der semihumiden Warmtropen.
[![]()
![]()
]
Einen Blick in die Vergangenheit und in die ersten Siedlungen Mittelamerikas bietet die Ruinenstadt Panama Viejo. Sie ist nur wenige Kilometer von Panama Citys Stadtzentrum entfernt und steht unter Denkmalschutz. 1519 ist Panama Viejo als erste spanische Stadt am Pazifik gegründet worden. Nachdem sich die Stadt mit damals schätzungsweise 10.000 Einwohnern nach und nach zum Umschlagplatz für Gold entwickelt hatte, wurde sie 1671 zum Angriffsziel englischer Piraten und fast vollständig zerstört. Anschliessend ist die Stadt an anderer Stelle neu aufgebaut worden - dort, wo sich heute Panama City befindet.
Besonders für Europäer ist die Hauptstadt
Panama City, an der dem Pazifik zugewandten Kanal-Mündung, sehenswert. Die ca. 600.000 Einwohner zählende Metropole hat ein ähnliches Flair wie eine nordamerikanische Großstadt unter karibischem Himmel. Neben dem Kanal und seinem interessanten Umfeld hat die Stadt ausgeprägte städtische Gegensätze zu bieten: die koloniale Altstadt zeugt von vergangenen Zeiten und lebendig gehaltenen Traditionen, während der moderne Teil der Stadt mit einer Vielzahl an Bürogebäuden eine eindrucksvolle Skyline bildet.
Für alle Shopping-Fans empfiehlt sich die Stadt Colon, am karibischen Ende des Kanals gelegen. Sie unterhält die zweitgrößte Freihandelszone der Welt. Aus diesem Grund eignet sich diese Stadt ideal zum Einkauf von Markenartikeln.
Den Natur-Freunden sei das Regenwald-Gebiet am Fluss Rio Chagres, nördlich von Panama-City, nahegelegt. Es handelt sich um den Chagres-Nationalpark, der im ganzen Land für seine artenreiche Flora und Fauna bekannt ist. Obwohl nur schwer zugänglich und von zahlreichen kristallklaren Wasserwegen durchkreuzt, lädt der Regenwald zu Pflanzen- und Tier-Beobachtungen ein. Dieses Gebiet ist an einigen Stellen von Embera-Indianern besiedelt. Sie wohnen in kleinen Dörfern mit traditionell gebauten Pfahlhäusern und leben von dem, was die Natur des Regenwaldes ihnen bietet. Der Rio Chagres ist sehr sauber und daher zum Baden, Schwimmen und Waschen geeignet.
Schnorchler und Taucher haben in Panama viele Möglichkeiten sich dem Leben unter Wasser zu widmen. Nicht nur auf den unzähligen kleinen Inseln, die zu Panama gehören, gibt es einige Tauchstationen, sondern auch auf dem Festland. Und sogar für den Panama-Kanal, z.B. an einem Nebenarm des Kanals bei Gamboa, werden Tauchgänge angeboten. Die hohen Luft- und Wasser-Temperaturen sowie die meist flachen Gewässer sind optimale Bedingungen für Abenteurer unter der Wasseroberfläche.
Liebhaber von bergigen Landschaften kommen rund um den Vulkan Barú, in der Nähe des Grenzgebietes zu Costa Rica, auf ihre Kosten. Seitlich des höchsten Berges Panamas befinden sich der Nationalpark Las Amistad und die Stadt David. Der Park ist ein immerfeuchter Regenwald, der neben exotischen Tier- und Pflanzenarten auch sehenswerte Wasserfälle zu bieten hat. David hat heute ca. 100.000 Einwohner und ist damit die viertgrößte Stadt Panamas.
[![]()
![]()
]
| Amtssprache | spanisch | |
| Internet-TLD | pa | |
| KFZ-Kennzeichen | PA | |
| Staatsform | Präsidial-Demokratie | |
| Telefon-Vorwahl | 507 | |
| Währung | Balboa | |
| Wechselkurs US-$:Balboa | 1:1 | |
| Zeitzone | MEZ minus 6 Stunden |
[
| - Auswärtiges Amt |
| - offizielle Panama-Seite |
| - Panama-Kanal |
| - Reisemedizin |
[



